مركز آموزش ايرانيان
 

پرواز پرستوها

اللهم صلي علي محمد و آل محمد و عجل فرجهم و اهلك اعدائهم

ماجراهای دیدریش و دوستانش (قسمت دوم)
ساعت ۱٠:٢٥ ‎ق.ظ روز ۱۳۸۸/٢/٢۸  

 

 Die Abenteuer von Diedrich und seinen Freunden


Kapitel 2 - Huckepack zurück in den Vulkan


Diedrich kam eine Idee. Er schaute sich um. Hoch oben am Himmel flogen die Vögel immer noch ganz aufgeregt umher. Nur die gro e Möwe, die schon vor dem vermeintlichen Vulkanausbruch auf das Wasser hinausgestarrt hatte, beteiligte sich nicht an dem hektischen Treiben. Diedrich ging ein paar Schritte in Richtung dieser Möwe. Aus der Nähe konnte er erkennen, dass der Vogel gar nicht auf das Meer blickte, sondern einfach schlief. Und würden die Wellen nicht nunmehr fortwährend in deutlich zunehmender Lautstärke an das Ufer klatschen, dann hätte Diedrich wohl schon eher gemerkt, dass die Möwe schlief. So aber hörte er zunächst nur die kreischenden Vögel am Himmel und die brechenden Wellen am Strand. Als Diedrich aber unmittelbar bei der großen Möwe ankam, hörte er, wie die Möwe doch recht stark schnarchte. Diedrich ließ sich dadurch nicht von seinem Vorhaben abbringen.

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„Guck, guck. Karl-Heinz. Hörst Du mich?“ Aber Karl-Heinz, die große Möwe, hörte ihn nicht und schnarchte weiter vor sich hin. Diedrich wurde ein wenig ungeduldig. Er rief nun etwas lauter. Кarl-Heinz, du Schnarchnase! Ich bin’s! Diedrich. Jetzt wach’ doch endlich auf!“ Sollte die Möwe die Anwesenheit von Diedrich mittlerweile wahr genommen haben, so konnte sie sich gut verstellen. Und die Möwe schnarchte einfach weiter. Der leicht dickliche Körper wippte dabei gleichmäßig hin und her. Karl- Heinz saß auf einem kleinen Holzpfahl und war mit sich und der Welt rundum zufrieden.


Diedrich guckte hoch zu dem Vulkan. Nur einige kleine restliche Rauchschwaden erinnerten an den kurzen unfreiwilligen Beinaheausbruch. Er üerlegte und besann sich auf das, was er besonders gut konnte. Er quengelte weiter Кarl-Heinz! Essen ist fertig! Komm schnell!“ Hatte die Möwe tatsächlich die ganze Zeit über geschlafen? Denn ehe Diedrich den letzten Satz geendet hatte, flog Karl-Heinz schon neben Diedrich in den Sand und guckte das Lavagestein gierig an. "Wo? Wo ist das Essen?“
Diedrich grinste. „Ach, Karl-Heinz. Guck’dich doch nur an. Wo soll denn da noch Essen Platz haben? Bewegung täte dir viel besser. Und wo wir gerade dabei sind. Kannst du mich kurz mal nach oben zum Vulkan fliegen? Ich bin irgendwie auf einmal hier unten im Sand gelandet“. Dass er selbst daran Schuld war, verschwieg Diedrich lieber. Karl-Heinz guckte zunächst ein wenig mürrisch. „Irgendwie im Sand gelandet? Aha.“ Karl-Heinz fixierte das kleine Lavagestein genau. „Wie lange kennen wir uns nun schon, Diedrich? Wann geschieht bei dir mal etwas nur irgendwie? Aber egal.“ Die große Möwe zupfte sich den Backenbart akkurat zur echt und sprach weiter: „Ich will mal nicht so sein. Schwing dich auf meinen Rücken und wir brausen schnell hinauf zum Vulkan.“ Karl-Heinz zeigte sein breitestes Grinsen. Sofort grinste Diedrich zurück. „Schon passiert, entfuhr es ihm, als er auf dem Rücken der Möwe Platz genommen hatte.


Er tat so, als ob er ein paar Zügel in seinen Händen hielt. „Lauf, Pferdchen, lauf!“ „Diedrich!“ „Еntschuldige bitte, Karl-Heinz. Flieg einfach los, wann es dir genehm ist.“ Er kicherte. Karl- Heinz hingegen schüttelte nur mit seinem Kopf, stieß einen großen Seufzer aus und schwang sich mitsamt seinem kleinen Begleiter Diedrich in die Lüfte. Karl-Heinz ächzte anfangs ein wenig, gewann aber schnell an Fahrt und Höhe. Diedrich hielt sich furchtlos mit nur einer Hand fest. Mit der anderen grüßte er
die vorbeifliegenden Vögel. Diedrich, das Lavagestein, hätte gerne noch ein paar Runden gedreht und vergaß vor lauter Vergnügen das von ihm angerichtete Chaos im Inneren des Vulkans. Aber die Möwe flog schnurstracks hinauf zum Vulkanrand und ließ sich recht behende auf einem kleinen Vorsprung nieder. „So, Diedrich. Da wären wir. Nun aber los, Jungchen.“ Diedrich erinnerte sich wieder an seine missglückten Kochversuche und ver zog das Gesicht. "Nun guck’doch nicht so, Diedrich. Das wird schon wieder. Was immer du auch wieder ausgefressen hast.“ Diedrich guckte nur kurz in das Innere des Vulkanes, winkte noch schnell Karl-Heinz zu und hüpfte schon wieder recht vergnügt in den Vulkan hinein. „Ich kommäääääääähhhh!“


Sprach’s und schon sauste er viel zu schnell gen Boden. Diedrich konnte aber nicht mehr bremsen, verlor den Halt und überschlug sich ein paar Male. Dabei löste er eine kleine Steinlawine aus. Unter großem Getöse rollte Diedrich bis direkt vor Irmgard. Vorsichtig lugte er hinauf zu ihr. „Diedrich!“ entfuhr es Irmgard. Irmgard war die Lehrerin von Diedrich. Ihre große dickliche Erscheinung erinnerte eher an eine überdimensionierte Kartoffelknolle als an ein ausgewachsenes Lavagestein. Sie hob mahnend den rechten Zeigefinger und packte Diedrich mit der linken Hand. „Du bist mir schon so eine Knalltüte.“ Aber in ihrer Stimme schwang auch eine große Herzlichkeit mit. Sie hatte Diedrich nämlich trotz allem sehr gerne.